
Versammlung in einem Park
1920
Aquarell - Gouache - Bleistift
51,0 x 66,0 cm
Katalog:
Malerei 1906 - 1963, Seite 13
Ich frage: wird die Malerei nicht sich selber genug sein können?
Ich bin erstaunt über die verwirrten Bestrebungen dieser ,Psychologen' unter den Malern. Ich weiß, daß sie über sich selber hinaus streben, sie wollen weitergehen, als ihr Werkzeug (ihre Wahrheit!) reicht. Aber jeder von uns bleibe auf seinem Gebiet: Maler, Gelehrter, Philosoph. Man erwartet allzuviel von uns (wir erwarten auch viel von Euch!). Wir müssen ihn annehmen, den Wahrheitswert der Erscheinungswelt. Das haben wir mit den Gelehrten gemeinsam, diese Welt der Erscheinungen, die wir mit dem gleichen gewissenhaften und feinfühligen Auge erforschen; wir geben sie Euch weiter, diese Welt, vielleicht wirklicher, vielleicht unwirklicher, aber hier, vor Euren Augen, ganz nahe, und durch etwas wie Liebe und Verständnis ist sie einheitlicher geworden.
Jean l.urçat 1918 (übersetzt von Hermann Hesse)